Das Wochenbett

Endlich ist es so weit – euer Baby hat das Licht der Welt erblickt. Die ersten Tage mit eurem kleinen Wunder sind geprägt von kostbaren Momenten, die flüchtiger und unwirklicher nicht sein könnten. Man kann sein Glück kaum fassen – gleichzeitig gibt es kaum eine einschneidendere Veränderung im Leben, als ein Kind in der Familie zu begrüßen. Für die meisten Eltern ist das Wochenbett von ambivalenten Gefühlen gezeichnet ist. Einerseits diese unglaubliche, nie dagesessen Liebe und Dankbarkeit. Das tägliche Staunen über dieses Wunder, an dem man teilhaben darf. Alles andere wird plötzlich so unwichtig, die Welt „da draußen“ geht ihren gewohnte Gang aber in der Familie herrscht Ausnahmezustand.

Andererseits stehen Überforderung, Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, das „Sich-neu-finden“ als Frau, als Mann, als Paar, als Familie an der Tagesordnung. Viele Unsicherheiten mischen mit und tragen dazu bei, dass man diese magische Zeit nicht immer in vollsten Zügen genießen kann.

 

 

Als Mama von 3 Kindern kann ich euch sagen – Erinnerungen an Geburt und Wochenbett werden mit den Jahren immer kostbarer. An jedem Geburtstag wird man zurückversetzt….denkt melancholisch an die Zeit zurück in der dieses wunderbare Kind noch auf einem Arm Platz hatte. Kostbar sind die Erinnerungen daran, wie alles begonnen hat. 

Meist gibt es nur wenig Bilder, die diese Zeit wiedergeben. Ich spreche nicht von Babybildern – die haben wir in der Regel in Hülle und Fülle. Aber Bilder, auf denen greifbar ist, wie es sich damals angefühlt hat. Bilder, auf denen die Winzigkeit erkennbar ist. Bilder, auf denen das Staunen der Eltern sichtbar wird.